Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

July 10 2017

Autopanne im Nirgendwo

Was tun, wenn inmitten vom Nichts die Kupplung kaputt geht? 

image <!-- more -->


Einfach mal mit dem Handy den Abschleppdienst anrufen geht nicht - es gibt keinen solchen Service in Togo. Das beste ist man greift auf eine mobile Werkstatt zurück. Ausgerüstet mit den aller notwendigsten Schraubenschlüssel machen sich die Mechaniker umgehend ans Werk - und erstaunlicherweise gibt es keine Pannenursache die sie nicht in wenigen Minuten finden. 

image

Die Reparatur hängt dann oft an nötigen Ersatzteilen. Entweder der Mechaniker schickt einen Lehrling nach Lomé (230 Km entfernt) oder wenn er Zweifel darüber hat ob man das benötigte Ersatzteil in Togo bekommt gehts gleich nach Ghana. Auf den Märkten in Ghana bekommt man nahezu alles für alle Automarken. Meist sind auch komplexe Reparaturen innerhalb eines Tages erledigt. 


image

Das bedeutet aber auch, dass in unserem Land Rover beispielsweise eine Kupplung von Opel, Seat oder Renault drin ist - Hauptsache das Auto läuft und der Kunde ist zufrieden. 

June 21 2017

150.000 Brunnen in Afrika für einen einzigen G-20 Gipfel

image

Das muss man sich als normaler Mensch mal vorstellen - sorry, nein das geht dann doch zu weit - so etwas kann man sich nicht vorstellen.

Würde man auf den G-20 Gipfel in Hamburg verzichten, könnte man mit dem so eingesparten Geld 150.000 (!!) Brunnen bauen. Für Togo beispielsweise würde das bedeuten, dass je 40 Menschen einen Brunnen bekommen würden. Derzeit teilen sich, dort wo es Brunnen gibt, ca. 800 Menschen einen Brunnen. Und nun lass uns doch mal überlegen wie viele Treffen es gibt auf die man wirklich verzichten könnte? Wahrscheinlich könnte man allen Menschen dieser Erde dauerhaften Zugang zu frischem Trinkwasser ermöglichen.

<!-- more --> image


Oder zum Thema Entwicklungspolitik. Auf der Seite der Bundesregierung kann man nachlesen: “Die Bundesregierung hat sich seit langem dafür eingesetzt, Entwicklungspolitik in den Tätigkeitsschwerpunkten der G20 zu verankern, um auch die Schwellenländer bei diesem Thema mit in die Pflicht zu nehmen“. Ok….bedeutet was? Ihr Entwicklungsländer müsst euch jetzt endlich mal entwickeln - aber nicht so viel Ressourcen dabei beanspruchen oder gar verbrauchen. Denn die brauchen wir ja, weil wir uns schon an den Konsum gewöhnt haben, ihr aber noch nicht. Deshalb könnt ihr besser darauf verzichten als wir. Dafür geben wir euch auch hin und wieder ein bisschen Geld - nicht so viel, wir wollen ja nicht gleich gierig werden, aber zumindest so viel, dass eure Regierungen genügend Geld haben um auch weiterhin die Schweizer Banken mit privatem Vermögen zu füttern. So stellen wir nachhaltig sicher, dass die knappen Ressourcen auch demjenigen zu Verfügung stehen der sie am ehesten benötigt - nämlich uns!

image


Also freuen wir uns auf den nächsten G-20 Gipfel in Hamburg. Schafft ja auch ein paar neue Arbeitsplätze. Die Beamten der Bundes-, Landes- und Stadtpolizei können bei dieser Gelegenheit gleich wieder ein paar Überstunden ansammeln. Ich denke nächstes Jahr können sie dann mit ganz wenig Urlaubstage-Einsatz ganz viele Brückentage zu einem richtig langen Urlaub zusammen tragen - und wir können mal wieder schniecke ausgehen wenn so viele internationale Diplomaten in Hamburg sind.

image
Einen Baum zu pflanzen, ist an erster Stelle eine Einladung, weiter gegen Phänomene wie die Entwaldung und Wüstenbildung zu kämpfen. Es erinnert uns an die Wichtigkeit, jene Lunge des Planeten voller biologischer Vielfalt zu schützen und verantwortlich zu verwalten.
— Papst Franziskus, 2015 Besuch in Kenia

June 20 2017

Minister Müllers verkehrte Welt

Was tut man als Minister um mal wieder in die Medien zu kommen, ja klar - man erhebt die Stimme und spricht mahnende Wort. So wie beispielsweise Herr Minister Müller, zuständig für Entwicklungshilfe, „Wenn die Erderwärmung nicht begrenzt werde, drohe eine riesige Fluchtbewegung aus Afrika. Davor warnt Entwicklungsminister Gerd Müller. Er spricht von bis zu 100 Millionen Menschen.“ (aus Spiegel Online).

Lieber Herr Minister Müller, bis wir den Klimawandel in den Griff bekommen, falls wir das je schaffen mit dieser uneinheitlich und falschen Klimapolitik oder Bundesregierung die immer noch an der Braunkohle, als dringend notwendigen Energieträger, festhält wie ein fünfjähriges Kind an seiner Schnullerpuppe - ja Herr Minister so lange wird sich nichts ändern. Außerdem merken wir doch im Moment mehr als deutlich dass in vielen Staaten der Egoismus, also die ICH-ZUERST-Mentalität wieder großen Zulauf erhält.

<!-- more --> image

Der Alltag viele Jungen und Mädchen - statt Schule und Bildung müssen sie oft über viele Kilometer Wasser für die Familie holen.

Zugegeben, die sich verändernden Luftströme und Wärmeverteilungen durch den Klimawandel führen in großen Teilen Afrikas zu einer zusätzlichen Trockenheit und machen das Leben der Ärmsten nicht einfacher. Aber lieber Herr Minister Müller ein Großteil der Probleme und des uns drohenden Flüchtlingsstroms hat mit dem Klimawandel nur bedingt zu tun. Zu lange haben wir mit unserer falschen und protektionistischen Agrarpolitik versucht andere Länder klein zu halten, ihnen jeden Zugang zu unseren Märkten untersagt. Ja mehr noch, wir haben sogar noch jene Produkte subventioniert, also billiger gemacht, wenn mächtige Agrarunternehmen sie in die Überseeregionen verramscht haben. Bei dieser schwachsinnigen Außen- und Agrarpolitik müssen wir uns nicht wundern, dass in vielen Teilen Afrikas eine Entwicklung gar nicht stattfinden konnte. Die Folge - Menschenmassen werden kommen weil ihnen jede Möglichkeit der Entwicklung systematisch genommen wurde.

Verteilung von Millionen die nicht an der Basis ankommen.

Anstatt die bäuerlichen- und kleinindustriellen Strukturen zu stärken, verteilen wir, wie schon in den frühren 60ziger Jahren, Millionen am Bedarf vorbei und füllen die Taschen der Korrupten und gierigen Regierungen um ihnen das versprechen abzuringen ihre Grenzen künftig besser zu schützen - damit nicht so viele Flüchtlinge kommen können.

Lieber Herr Minister Müller, diese Politik ist falsch, sie ist unmenschlich und hat mit christlicher Nächstenliebe nichts zu tun. Da hilft es auch wenig wenn der Papst Mutti Merkel beim Kampf gegen die Armut in Afrika unterstützt.

Mein Name ist Andreas Weckwert, ich bin 54 Jahre und seit ich denken kann ist Afrika arm und seit ich denken kann verhungern jedes Jahr Menschen und es passiert nichts, rein gar nichts.

Es wird Zeit, dass verantwortungsvolle Unternehmen, wie meines, das Problem selbst in die Hand nehmen. Für anständig und ehrlich produzierte Ware auch menschenwürdige Löhne zahlen und das wir Verbraucher uns genau überlegen von welchen Unternehmen wir Produkte kaufen und welche wir besser im Regal stehen lassen. Die Politik wird dieses Problem nicht lösen. Nicht weil sie nicht könnte, sondern weil sie andere Interessen verfolgt.

June 07 2017

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl